Hilfsmittelversorgung im Fokus: Interview mit Anja Faber-Drygala
Am 7. Oktober tagt der Gesundheitsausschuss in Berlin. Ein Thema, das auch die Hilfsmittelversorgung betrifft, ist die mögliche Wiedereinführung der Ausschreibungsoption für Krankenkassen.
Anja Faber-Drygala, Prokuristin und Leiterin Recht und Gesundheitspolitik der Sanitätshaus Aktuell AG sowie stellvertretende Vorstandsvorsitzende des VVHC, hat dazu dem GesundheitsProfi ein ausführliches Interview gegeben.
Warum Ausschreibungen mehr als eine Preisfrage sind
Bei der Hilfsmittelversorgung geht es nicht allein um den Preis eines Produkts. Eine funktionierende Versorgung umfasst auch persönliche Beratung, individuelle Anpassung, Wartung, Reparaturen und eine zuverlässige Versorgung vor Ort.
Eine reine Betrachtung des Produktpreises kann deshalb zu kurz greifen. Im Interview wird beispielsweise beschrieben, welche Auswirkungen eine verzögerte Versorgung auf die Gesamtkosten haben kann: Benötigt ein Patient nach einem Krankenhausaufenthalt beispielsweise einen Rollstuhl, ein Pflegebett und weitere Hilfsmittel, müssen diese schnell und zuverlässig zur Verfügung stehen. Verzögert sich dadurch eine Entlassung um nur einen Tag, können zusätzliche Krankenhauskosten die möglichen Einsparungen beim Hilfsmittelpreis bereits übersteigen.
Auch die Erfahrungen mit früheren Ausschreibungen werden im Interview thematisiert. Dabei geht es unter anderem um mögliche Auswirkungen auf Qualität, Aufzahlungen für Versicherte und den zusätzlichen administrativen Aufwand.
Das vollständige Interview
Anja Faber-Drygala erläutert im Gespräch mit dem GesundheitsProfi, welche Risiken sie in einer Wiedereinführung von Ausschreibungen sieht und welche Alternativen aus Sicht der Hilfsmittelverbände für eine wirtschaftliche und gleichzeitig bedarfsgerechte Versorgung bestehen.
👉 Hier geht es zum vollständigen Interview im GesundheitsProfi.
Für uns als Teil der Hilfsmittelversorgung ist die Diskussion um die zukünftige Gestaltung des Systems von großer Bedeutung. Denn eine gute Versorgung muss neben Wirtschaftlichkeit auch Qualität, Erreichbarkeit, Fachberatung und eine zuverlässige Versorgung der Menschen berücksichtigen.
Foto: © Lammert Scherer GmbH






